Auch ein Tag später tut dieses Unentschieden noch sehr weh, wenn man auch im Voraus ein Punktgewinn in Wildbad sicherlich unterschrieben hätte. Als klarer Underdog waren wir am vergangenen Wochenende nach Wildbad gekommen und trotzdem hätte es uns fast zum Sieg gereicht.

Nach der ausgeglichenen Anfangsphase kamen wir immer besser ins Spiel und erspielten uns recht früh die ersten Torchancen. Doch der Gastgeber war es, der nach ca. 20 Minuten die erste Großchance bekam, wobei unser Keeper Paseka eine unfassbare Reaktion auf der Linie zeigte und so den Schuss aus kurzer Distanz halten konnte. Kurze Zeit später konnte sich auch der starke Wildbader Torwart auszeichnen, auch er zeigte bei einem Schuss aus kurzer Distanz eine klasse Reaktion, wobei wir den Ball mit dem Nachschuss eigentlich nur noch einschieben hätten müssen. Der Versuch landete leider über dem Tor. Danach hatten wir etwas mehr vom Spiel und auch die besseren Möglichkeiten, doch entweder konnte Lenhardt im Wildbader Tor halten, oder der Ball kam gar nicht erst auf den Kasten. Mit ein wenig mehr Glück und Präzision hätten wir in dieser Phase 1-2 Tore schießen können. Vor allem von unseren Spielern auf den Außenbahnen kamen nun sehr gute Tempoläufe mit dem Ball. In der 39. Minute fiel dann endlich das hochverdiente 1:0 durch Roberto Stoffel. Robin Kuhnle schaltete bei einem Freistoß, ca. 25 Meter vor dem Tor, sehr schnell und lüpfte den Ball über die Wildbader Spieler hinweg auf Stoffel, der dann stark verwandelte. Mit dem Leistungsgerechten aber knappen Vorsprung ging es dann auch in die Halbzeit.

Nach der Pause war klar, dass wir nun alles geben mussten um die Führung zu halten. Wildbad kam stark aus der Kabine und machte von Beginn an mächtig Druck. Zu größeren Torchancen kam es aber zunächst noch nicht. Durch vereinzelnde Entlastungsangriffe kamen aber auch wir des Öfteren in die Richtung des Wildbader Tors. Nach 70 Minuten erhöhten die Gastgeber dann den Druck und nun musste Paseka einige Bälle abfangen und halten. Flanken und hohe Bälle wurden konsequent von unseren starken Innenverteidigern geklärt. Ein perfekt vorgetragener Konter mit 3-4 Stationen führte in der 79 Minute zu einem Strafstoß. Wieder war es Kuhnle, der den entscheidenden Pass auf Stoffel spielte. Der legte den Ball am Wildbader Verteidiger vorbei und konnte nur noch mit einem Foul von dem Abschluss abgehalten werden. Der fällige Elfmeter wurde von Stoffel sicher verwandelt. Nun hatte der Gastgeber fast keine Hoffnung mehr aus dem Spiel etwas mitzunehmen und auch wir freuten uns leider etwas zu früh. Die angezeigten fünf Minuten Nachspielzeit wurden für uns zum Albtraum. Erst schoss Aksoy in der 92 Minute zum 2:1 Anschlusstreffer und dann traf Waldemar Schmidt nach mehr als 96 Minuten – mit dem Schlusspfiff – zum Ausgleich.

Am Ende heißt es: Wer zuletzt lacht, lacht am Besten. Während beim FVW der Schlusspfiff wie ein Sieg gefeiert wurde, waren unsere Spieler am Boden zerstört. Über 90 Minuten ließen wir nur wenig Chancen zu und hatten Pech, das Spiel nicht früher entscheiden zu können. Trotz des extrem ärgerlichen Ergebnis können wir stolz auf unsere Leistung sein, denn mit einem Unentschieden hätten vor der Partie wohl nur wenige gerechnet.